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  • „Kommunikation first!” – tranSektoris beim Smart Hospital des Universitätsklinikums Essen



Nachdem das letzte Modul bei der bvitg als Webkonferenz sehr erfolgreich war, fand nun auch dieses am 4. und 5. Juni mit der gastgebenden Einrichtung Universitätsklinikum Essen auf Teams statt. Als Versorgungsakteur antwortete das UK Essen auf den Stand der Dinge zum Thema Künstlicher Intelligenz in der Versorgung. Das Modulthema lautete:
„Revolution: „Smart Hospital“ – Im Dienst an Patienten & Mitarbeiter. KI-gestützte medizinische Versorgung in der Region”


Prof. Dr. Jochen A. Werner, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen

Es moderierten Dr. Renate Müller, Geschäftsführende Gesellschafterin von tranSektoris und Axel Meineke, Geschäftsfüher des MVZ Radiologie-Netzwerks NRW, tranSektoris Teilnehmer von 2017/ 2018.


Dr. Renate Müller, Geschäftsführende Gesellschafterin von tranSektoris


Axel Meineke, Geschäftsfüher des MVZ Radiologie-Netzwerks NRW, tranSektoris Teilnehmer von 2017/ 2018

Smart Hospital: Spirit der Digitalisierung & Unternehmensstrategie
Der Weg zum Smart Hospital beginnt mit dem Wandel von Innen, so Prof. Dr. Jochen A. Werner, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des UK Essen. Dieser Wandel startet mit denjenigen Mitarbeiter*innen, die Lust auf Digitalisierung haben. Sie sind die Treiber und überzeugen mit ihrer Entschlossenheit und Begeisterung. Deswegen ist das A & O eine kontinuierliche Kommunikation und erlebbare Ergebnisse in der Anwendung: wie eine komplett digital konzipierte Notaufnahme, das Institut für PatientenErleben oder das Institut für Künstliche Intelligenz.



Smart Hospital bietet die Chance, Steuerungsplattform für überregionale Versorgung zu sein, die über Krankenhaus-Grenzen hinausgeht und auch Start Ups mitentwickelt. In den Sozialen Medien sieht Prof. Dr. Werner die Chance, die Revolution: „Smart Hospital“ – Im Dienst an Patienten & Mitarbeiter “ einer breiten Bevölkerung nahe zu bringen.

Arbeitsgebiet Digitalisierungsmanagement


Dr. Philip Degener, Digitalisierungsmanager im Gesundheitswesen, UB Unternehmensentwicklung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen

Der Teilnehmer Dr. Philip Degener ist Digitalisierungsmanager im Gesundheitswesen in der Unternehmensentwicklung bei der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen in Hannover. Kernthemen seines Arbeitsalltags sind digitale Anwendungen von Praxisprozessen, gesetzliche Anforderungen und die Beratung des Vorstands, welche Beteiligung an digitalen Projekten für die KV Niedersachsen und ihren Ärzten sinnvoll sind.

„Anwendungen, die unsere Mitarbeiter*innen happy machen”
PD Dr. Felix Nensa ist Oberarzt in der Radiologie und arbeitet in der Arbeitsgruppe für Künstliche Intelligenz des UK Essen. Sein Thema: Praktische Anwendungen von KI für den Krankenhaus-Alltag.




PD Dr. Felix Nensa, Oberarzt Radiologie und Arbeitsgruppe für Künstliche Intelligenz bei dem Universitätsklinikum Essen

Voraussetzung dafür ist, das ungeheurer Datenvolumen, das täglich im UK Essen erzeugt wird, sinnvoll in den Griff zu bekommen, d.h. Einen Masterplan für die Datenintegration zu entwickeln.

KI ist für Felix Nensa kein Selbstzweck, sondern kommt nur da zum Einsatz, wo sie wirklich Nutzen für die Mitarbeiter und Patienten bringt. Zunächst geht es um das Problem, das gelöst werden muss, dann erst um die Frage, ob KI dazu eingesetzt wird. Entscheidend auch für die Akzeptanz der Anwendungen ist, ob sie auch für einen Nicht-Fachmann/frau nachvollziehbar ist (“explainable KI”) und der User das Gefühl behält, er weiß, wie das Ergebnis zustande kam.


Gesa Steidel, Geschäftsbereichsleitung Marketing bei K|M|S Vertrieb und Services AG


Luisa Schmitt, Junior Manager Government Affairs bei Siemens Healthineers GmbH Erlangen

Luisa Schmitt, Junior Manager Government Affairs bei Siemens Healthineers GmbH Erlangen, und Gesa Steidel, Geschäftsbereichsleitung Marketing bei K|M|S Vertrieb und Services AG, hatten sich speziell mit Fragen auf das Modul vorbereitet.

Zweiter Tag:
„Ethik ist anstrengend und darf kein Spezialistengeschäft sein!”


Prof. Dr. Stefan Heinemann, FOM Hochschule/Universitätsmedizin Essen und Sprecher der Ethik-Ellipse Smart Hospital der Universitätsmedizin Essen

Der zweite Modultag startete mit einem kritischen Dialog rund um das „Smart Hospital“. Prof. Dr. Stefan Heinemann, FOM Hochschule/Universitätsmedizin Essen und Sprecher der Ethik-Ellipse Smart Hospital der Universitätsmedizin Essen, fordert mehr Raum für Menschlichkeit im Versorgungsalltag. Er sieht in der richtig angegangenen Digitalisierung im Sinne der Initiative bzw. Plattform „Smart Hospital“ genau diesen Hebel, um mehr Raum für Emphatie, menschliche Medizin und Patient Outcome zu schaffen.

Die Ethik-Ellipse ist ein außergewöhnlicher „Nicht-Kreis” aus Experten mit ganz unterschiedlichen Background. Er ist ein übergeordnetes Gremium, das 2018 gegründet wurde, um kritisch-konstruktiv die ethischen Diskurse in der Universitätsmedizin aber auch außerhalb die Entwicklung des Smart Hospitals zu begleiten. Die Ellipse stellt eine Ergänzung den wichtigen bestehenden Gremien auf Versorgungs- und Forschungsseite dar. Prof. Heinemann ist überzeugt, dass die Digitale Transformation eine mehrdimensionale Herausforderung darstellt, die dringend einen breiten inter- und transdisziplinären Diskurs braucht. Das „Mitnehmen” im Sinne einer Change-Prozesses steht dabei institutionell im Vordergrund.




Reflexion, Diskussion & Ausblick
Die gewonnenen Fakten und Eindrücke sowie die Vortagesergebnisse mit Fazit wurden in der Gruppe diskutiert. Die Teilnehmer*innen zeigten sich sowohl von der sichtlichen Begeisterung der Referent*innen für dieses revolutionäre Konstrukt als auch von der vielseitigen Beleuchtung der verschiedenen Facetten des Smart Hospitals beeindruckt.




Malte Frithjof Kühl, Manager Pricing & Reimbursement, GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Malte Frithjof Kühl, Manager Pricing & Reimbursement, GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG München, stellte zum Schluss noch sein Arbeitsfeld vor: den komplexen Prozess und die Vorbereitungen die Preisgestaltung für pharmazeutische Produkte in der Verhandlung mit dem GKV Spitzenverband.



Die Webkonferenz endete mit dem Wunsch und der Hoffnung der Teilnehmer*innen, das Smart Hospital in Essen in naher Zukunft auch live erleben zu können!
Auch die nächsten Moduleinheit am 16. und 17. Juli mit der BARMER als Gastgebende wird als Webkonferenz stattfinden.

[Bildergalerie] [Programm 2020]

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