„3 D & Live”
Nachdem das Modul beim Gastgeber Bundesministerium für Gesundheit im März aufgrund der Corona- Krise verschoben werden musste, traf man sich nun, nach drei erfolgreichen Webmodulen, erstmals wieder vor Ort. Vom 9. Bis 11.9. konnten sich die Teilnehmer*innen des Qualifizierungsprogramms 2020 in Berlin in einem verlängerten Modul endlich auch in Person kennenlernen - ganz ohne Bildschirm und nur der geforderte Sicherheitsabstand zwischen ihnen.

Erster Abend: „3 D & Live”


 
Das sich „in Echt” Kennenlernen wurde von der Gruppe auch sehr genossen.

 

Mitte: Dr. Urban Liebel, Chief Technology Officer (CTO) Ada, Berlin

Nach einem gemeinsamen ersten Abendessen gab Dr. Urban Liebel, Chief Technology Officer (CTO) bei Ada, Berlin einen hoch spannenden Impuls zum Thema Deep Learning im medizinischen Bereich. Urban Liebel machte in der Diskussion klar, dass es dringend Rahmenrichtlinien zum schützenden Umgang mit den Daten der Bürger brauche. Es müsse auf allen Ebenen - bei Gesetzgebenden, Unternehmen, Schulen, aber auch bei jedem Einzelnen - mehr Bewusstsein darüber geben, wie man Daten in gesellschaftlich konstruktiven Sinne nutzen und wie man sich vor Missbrauch schützen kann.

„Momentum nutzen”

 
Rechts: Christian Klose, Leiter der neuen Unterabteilung „gematik, Telematikinfrastruktur, E-Health“
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Christian Klose, Leiter der neuen Unterabteilung „gematik, Telematikinfrastruktur, E-Health“
Bundesministerium für Gesundheit (BMG) diskutierte in großer Offenheit mit der Gruppe das Thema: Agile Gesetzgebung für „Smarte Datennutzung“ Chancen und Voraussetzungen Künstlicher Intelligenz (KI) zur besseren Gesundheitsversorgung.



„Künstliche Intelligenz verändert die Versorgungsmöglichkeiten in einer Weise, wie früher der Röntgenapparat oder das Stethoskop“ - ist Christian Klose überzeugt. Die Dynamik digitaler Entwicklungen mache es deswegen notwendig, auch Gesetzgebung zu verändern. Es können nicht mehr an “Kaiserdekreten” akribisch gearbeitet werden, sondern heute gilt es mit Gesetzesinitiativen Themen anzustoßen, zu sehen, was dann passiert, um möglicherweise dann nachzujustieren. Man muss mit dem Vorwurf leben lernen, dass es nicht möglich ist, alles bis zu Ende zu denken. Er sieht mit der Persönlichkeit von Jens Spahn die Chance, Weiterentwicklung zu forcieren, die notwendig ist, um damit auch letztlich Selbstverwaltung in neuen Rollen und Selbstverständnis zukunftsfähig zu machen.


 Links: Dr. Renate Müller, geschäftsführende Gesellschafterin bei tranSektoris

Es moderierte Dr. Renate Müller, geschäftsführende Gesellschafterin bei tranSektoris - Leadership in Healthcare.  

„Case Studies im Doppelpack”
Alle Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, eine Fragestellung aus ihrem Arbeitsgebiet als Case Study für die anderen Gruppenmitglieder vorzubereiten und querdenken zu lassen.
Das Case Study am ersten Modulmorgen kam von Natalie Gladkov, Referentin Digital Health
Bundesverband Medizintechnologie e.V. in Berlin, und befasste sich mit der Frage der Datennutzung und des Datenzugangs der Industrie im Gesundheitswesen.
 

Die beiden Case Study Geberinnen:
Rechts: Natalie Gladkov, Referentin Digital Health
Bundesverband Medizintechnologie e.V. in Berlin
Links: Luisa Schmitt, Siemens Healthcare GmbH

Luisa Schmitt, Siemens Healthineers, forderte am 2. Tag mit den erarbeiteten Fragen, die Teilnehmer*innen ihre Ideen einzubringen zur Fragestellung: Wie können Medizintechnik, Krankenkassen und Niedergelassene in Zukunft besser zusammenarbeiten?


 
„Gerechte” Künstliche Versorgung
Was Gerechtigkeit bei KI in der Versorgung bedeuten könnte, diskutierte Lars Roemheld, Director AI & Data beim health innovation hub des Bundesministeriums für Gesundheit.

Auch wenn sich die Frage nicht abschließend beantworten lässt, ließ er keinen Zweifel daran, dass man sich mit der Frage als Gesellschaft auseinandersetzen muss.


Lars Roemheld, Director AI & Data beim health innovation hub des Bundesministeriums für Gesundheit


 
Welche Geschäftsmodelle will man zulassen, welche verbieten?
Wichtig scheint ihm, dass wir gerade in einem Zeitalter, das es über KI möglich macht, den potentiellen Gesundheitsstatus eines Menschen vorauszuberechnen, auf ein solidarisch ausgerichtetes Gesundheitssystem wert legen müssen - zum Wohle des Einzelnen.

2. Abend: „Mensch oder Maschine - Wer tötet wen?”

 

Mensch oder Maschine - Wer tötet wen? Diese Frage sorgte am zweiten Feuerabend für einige Diskussionen, angestoßen durch den Impuls von Ludwig Reicherstorfer, Leiter Kommunikation & Veranstaltungen bei iRights.Lab Berlin.

Besonders schön war, dass an diesem Abend Gastgeber, Referenten, Institutionelle Mitglieder des Netzwerks tranSektoris FORUM sowie Alumni aus früheren Jahrgängen noch dazu gestoßen waren.

 
Mitte: Ludwig Reicherstorfer, Leiter Kommunikation & Veranstaltungen bei iRights.Lab Berlin

Letzter Tag im Bundesministerium für Gesundheit
Abschließend ließen die Teilnehmer*innen sowohl das aktuelle Modul als auch das abgeschlossene Qualifizierungsprogramm Revue passieren. Es war ein außergewöhnliches Jahr, in dem viel gelernt wurde.

 

[Bildergalerie] [Programm 2020]

Fördermitglieder im tranSektoris FORUM:

  • BMW Foundation
  • BPI
  • Stiftung Gesundheit
  • Siemens Healthineers
  • Janssen
  • AOK