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tranSektoris



Das tranSektoris Qualifizierungsprogramm 2017 startete im Mai in Hamburg. Das Jahresthema lautet: „Was kann ich für mein bzw. unser Gesundheitssystem tun?“ Die Frage nach der Verantwortung der Akteure, Patienten und Versicherten.

Gastgeber des ersten Moduls war das Albertinen Krankenhaus, das zu den Pionieren sektorenüberspannender Versorgungsmodelle gehört.

„Integrieren, Vernetzen und menschenzentrierte Versorgung gestalten“
Welche Zukunft wir für den Krankenhausbereich wollen und was wir dafür tun.


Links: Pastor Dr. Stefan Stiegler
Vorstand, Albertinen-Diakoniewerk e. V.

Dazu diskutierten an zwei Tagen 14 Teilnehmer aus allen Bereichen des Gesundheitssystems mit Vorstand, Oberarzt, Geschäftsführer und Leiterin der TK-Landesvertretung Hamburg.

Kurz & Knapp: Diskussionsschwerpunkte und Eindrücke
Die intensiven Diskussionen zum Thema „Integrieren, Vernetzen und menschenzentrierte Versorgung gestalten“ mit Vertretern des Albertinen Krankenhauses haben gezeigt, dass Innovationen in der Gesundheitsversorgung wesentlich an innovativ denkenden Personen hängt. Das Albertinen Krankenhaus verfolgt mit innovativ denkenden Personen an der Spitze interessante Ansätze für die Krankenhausversorgung der Zukunft.

Sektorübergreifende Integration
Am Beispiel der Gerontopsychosomatik wurde aufgezeigt, wie im Zusammenspiel von ambulanter und stationärer Versorgung durch einen Träger ein umfassendes, auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmtes Angebot in Nischenbereichen geschaffen werden kann. Personelle Integration über die Sektorgrenzen hinweg ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Aus diesem Pilotprojekt soll mittelfristig ein skalierbares Modell werden.  



Menschenzentrierte Versorgung

„Spiritual Care“ als neue Komponente für eine menschenzentrierte Versorgung wurde im Albertinen-Krankenhaus entwickelt und eingeführt. Dieser Ansatz ergänzt die sozialen, psychischen und physischen Aspekte der Pflege um die Sinnfrage. Bei Patienten mit schwieriger Diagnose ist die Frage nach dem Sinn oft essentiell, wird jedoch vernachlässigt. Der Ansatz des Spiritual Care wirkt diesem entgegen und fokussiert genau auf diese existenzielle Kommunikation. Vor dem Hintergrund der angespannten Kostenlage im Gesundheitswesen wird ein über die bisherige Pflege hinausgehender Aspekt nur dann eine Möglichkeit zur flächendeckenden Einführung haben, wenn eine Kostenerstattung durch die Kassen realisiert werden kann. Interessant ist der Aspekt, dass „Spiritual Care“ im Albertinen Krankenhaus nicht nur in der Pflege eingesetzt wird, sondern auch in der Mitarbeiterführung. In einer Pilotstudie am Albertinen-Krankenhaus hat sich gezeigt, dass „Spiritual Care“ bei Mitarbeitern zu besserer Pflege führt. Also: Wenn es den Pflegern besser geht, ist auch die Pflege besser!



Vernetzung

Im Albertinen-Krankenhaus werden bereits zahlreiche Vernetzungspotenziale gehoben, z.B. über die technische Integration von Notarztwagen und Pflegeheimen. Technisch wäre noch weit mehr möglich, der Einsatz von Technik als Hilfsmittel zum Heben von Effizienzpotenzialen in der Gesundheitsversorgung muss aber auch immer sinnvoll sein. 

„Qualität, wie wir sie wollen“
Dr. Stefan Ziegler ist Vorstand des Albertinen-Diakoniewerk e. V.. Er betonte, dass Behandlung und Betreuung im Krankenhaus ein Geflecht an Beziehungen ist. Die wichtigsten Stakeholder sind Patienten, Angehörige und Mitarbeiter des Krankenhauses sowie ambulanten Gesundheitsdienstleister. Um diese Beziehungsgeflechte für den jeweiligen Bedarf entsprechend gestalten zu können, sind Handlungsspielräume für die Verantwortlichen erforderlich.


Gerontospsychosomatik im Albertinen - Was ist das?


PD Dr. med. Reinhard Lindner
Oberarzt Gerontopsychosomatik und Alterspsychotherapie, Albertinen-Haus

Neben Geburtsmedizin, Herz- und Gefäßmedizin ist der wichtigste Therapieschwerpunkt im Albertinen die Altersmedizin. Sie bildet einen fachabteilungsübergreifenden Schwerpunkt mit einer eigenen geriatrischen Klinik.

PD Dr. med. Reinhard Lindner zeigte am Beispiel der Gerontopsychosomatik, wie  integrierte, vernetzte und menschenzentrierte Versorgung im Albertinen konkret aussieht.
Der sich verändernde Körper ist Motor auch für zahlreiche psychische Veränderungen.


Feuerabend:
"NetzWerk GesundAktiv": Selbstbestimmt leben im Quartier



Am Abend des ersten Tages treffen sich die Teilnehmer bei einem informellen Essen mit Impulsen und Diskussion. Hierzu sind auch Alumni, Referenten und Gäste eingeladen zum Kennenlernen und Vernetzen.




Maren Puttfarcken
Leiterin der TK-Landesvertretung, Hamburg


Ralf Zastrau
Geschäftsführer des Albertinen-Hauses

Das Hamburger Pilotprojekt "NetzWerk GesundAktiv" (NWGA) hat das Ziel, älteren Menschen ein möglichst langes und selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Es wird mit maximal 8,9 Millionen Euro über vier Jahre aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert. Eingereicht wurde das Projekt federführend von Techniker Krankenkasse (TK). Zahlreiche Partner schlossen sich an. Im Zentrum steht eine koordinierende Stelle, angesiedelt im Albertinen-Haus. Maren Puttfarcken, Leiterin der TK-Landesvertretung, Hamburg und Ralf Zastrau, Geschäftsführer des Albertinen-Hauses, präsentierten das Förderprojekt.






2. Tag
High Tech & High Touch
Am 2. Tag führte Vorstand Dr. Stefan Stiegler durch den HighTech Neubau. In der Gestaltung des Traktes wurde anschaulich, was er am Vortag unter integrieren, vernetzen und menschenzentrierte Versorgung vorgestellt hatte.




Die Lebensreise: Geboren werden ... und Sterben
Im Geburtsbereich startet auch bildlich die Lebensreise auf dieser Erde.





Sie verläuft über verschiedene Stationen, Höhen und Tiefen schließlich zu einem Abschiedsraum auf der Intensivstation. Im Hintergrund HighTech in OP-Sälen, Medizintechnik und elektronische Patientenakten, die Ärzte, Pflegekräfte und weiteren Berufsgruppen bei der Versorgung der Patienten unterstützen.


Präsentation & Auswahl von Case Studies
Fünf Teilnehmer brachten ein Case Study aus ihrem Arbeitsbereich mit und stellten sie kurz vor. Drei davon werden in den kommenden Modulen in sektorenübergreifenden Arbeitsgruppen bearbeitet.






[Bildergalerie] [Programm 2017]

 

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