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tranSektoris



Das Thema des zweiten Moduls am 8.- 9. Februar 2018 lautete:
Gesundheitsunternehmen: „Spezialisierte Dienstleister und Gesundheits-Koordinatoren in einer Gesellschaft des längeren Lebens“


Links: Achim Schäfer, Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit Bad Lippspringe und Vorsitzender der Fachgruppe Rehabilitationseinrichtungen des Verbands der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD)

Achim Schäfer ist Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe – ein kommunales Gesundheitsunternehmen. Mit einer bis ins 18. Jahrhundert zurückreichenden Tradition der Bäderkur sind heute im MZG unter einem Dach ein Konglomerat an ambulanten und stationären Gesundheitsangeboten gebündelt: u.a. 4 Rehakliniken, 1 Akuthaus, 4 Zentren zu unterschiedlichen Indikationen, Kooperationen mit Fitness- und Reha-Sport sowie Ausbildungsstätten für medizinische Fachberufe.




„Was braucht die Zukunft?“
Das MZG Bad Lippspringe versteht sich als Gesundheits-Koordinator in einer Gesellschaft des längeren Lebens. Nach einer langen Krise des kommunalen Verbundes mussten tragfähige Konzepte entwickelt werden. Dazu wurde auf den vorhandenen Kompetenzen aufgebaut und vor allem Bestehendes besser vernetzt. Versorgungslücken wie etwa die Frührehabilitation nach COPD Akutbehandlungen wurden konsequent auf- und ausgebaut und auch intern belegt.





REHA: Vergütungsverhandlungen über Tagessätze
Knappe, unterschiedliche und auch unterfinanzierte Tagessätze sind in der Rehabilitation mit den unterschiedlichen „Payern“  zu verhandeln – überwiegend Renten- und Krankenversicherungen. Ganz anders im Akutkrankenhaus, wo die Abrechnung über DRGs läuft. Um überleben zu können, wurden zwei Kernfragen gestellt: Was brauchen Patienten? Und wie sehen für diese Leistungen die Finanzierungsmöglichkeiten aus? Die Erfahrung zeigte für das MZG, dass spezialisierte Medizin in der Rehabilitation für spezielle Indikationen mehr Belegung und auch bessere Belegungssätze brachte.

 

„Das Geheimnis ist die menschliche Seite“.
Patienten kommen nicht zu den Geschäftsführern einer Klinik, sondern zu den behandelnden Chefärzten und deren Teams – davon ist Achim Schäfer überzeugt. Die Aufgabe des Geschäftsführers sei u.a. Chefärzte und Chefärztinnen zu finden, die bereit sind, gemeinsam mit an Konzepten zu arbeiten und Mitarbeiter und Patienten zu binden über erfolgreiche Therapien.

Gesundheitsversorgung regional gestalten


von rechts: Manfred Müller, Landrat des Kreises Paderborn, Achim Schäfer, Geschäftsführer MZG und Dr. Renate Müller, Gründerin von tranSektoris – Leadership in Healthcare

Manfred Müller war Ko-Referent. Er ist Landrat des Kreises Paderborn, zu dem auch Bad Lippspringe gehört. Die regionale Gesundheitsversorgung ist nur eines seiner vielfältigen Aufgabengebiete, aber eines, das in den vergangenen Jahren immer mehr an Gewicht gewonnen hat. Ohne verlässliche Gesundheitsversorgung gibt es keine prosperierenden Landkreise. Zumal das MZG auch als Arbeitgeber für fast 1000 Arbeitsplätze in der Region sorgt. Um Versorgung zu sichern, werden auch Medizinstudienplätze aufgebaut, in der Hoffnung, dass die Nachwuchs-Ärzte dann auch in der Region bleiben. Dies wurde allerdings seitens der tranSektoris-Teilnehmer als eher schwierig gesehen.

Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe vor Ort: Koproduktiv • Nutzerfreundlich • Gesundheitskompetent ?


Dr. med. Ulrich Polenz, Allgemeinmediziner
Leiter der Bezirksstelle Paderborn der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und 2. Vorsitzender des Vorstandes im Paderborner Praxisnetz

Impulsreferent am Abend war Dr. med. Ulrich Polenz. Er ist Allgemeinmediziner, 2. Vorsitzender des Vorstandes im Paderborner Praxisnetz und Leiter der Bezirksstelle Paderborn der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Er berichtete, dass die sektorenübergreifende Zusammenarbeit im Landkreis Paderborn aus Warte der Kassenärzte eine schon seit vielen Jahren gewachsene Qualität hat. Aus einem solchen gemeinsamen Netzwerk heraus, können dann besser als in anderen vergleichbaren Regionen Lösungsansätze entwickelt werden etwa zu Notfallpraxen oder auch im Netzwerk für Palliativmedizin.  

Zweiter Tag:
Reflexionen, Einblicke und Brainstorming




In der Gruppe wurde auf dem Hintergrund der unterschiedlichen Erfahrungen die Aussagen des Vortages diskutiert.

Dann stellten Sonja Koch ihre Aufgaben im Geschäftsbereich Pflege, Demografie, ambulante Gesundheitsdienste vor. Annette Hempen, Geschäftsführerin von MuM - Medizin und Mehr eG  zeigte auf, wie das Ärztenetz Bünde aktiv Versorgung in der Region gestaltet und wie der Stand der Dinge ist, in dem von MuM mitgetragenen sektorübergreifenden telemedizinisches Netzwerk TELnet@NRW.

Case Study: Modellvorhaben „Blankoverordnung“
 



Die Teilnehmer hatten sich mit Hintergrundsinformationen und Fragen auf das Case Study zur „Blankoverordnung“ vorbereitet. (2017 HHVG: Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung) In drei Themen-Arbeitsgruppen entwickelten sie in einem 45-minütigen Brainstorming Ergebnisse, die sie anschließend präsentierten. Es wird spannend sein, zu hören, wie die Vorschläge in dem konkret aufzubauenden Modellvorhaben eingebracht werden konnten.

[Bildergalerie: Modul 2]  [Programm 2017-2018]


FÖRDERMITGLIEDER IM tranSektoris FORUM:

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