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tranSektoris


(Bild: © Martin Joppen)
Das 2. tranSektoris Qualifizierungsprogramm zum Thema:
Angekommen in der Zukunft: Gesundheitsversorgung ist...
Koproduktiv • Nutzerfreundlich • Gesundheitskompetent begann in Frankfurt im Industriepark Höchst bei Sanofi.

Über Voraussetzungen und Wege für innovative Behandlungs- und Therapieformen berichteten und diskutierten Dr. Matthias Suermondt, Vice President Public Affairs and Access und Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer F&E Hub Deutschland.







Zuerst stellten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitssystems gegenseitig vor. Jeder hatte schon im Vorfeld die Aufgabe bekommen, sich mit seinem Matchpartner zu beschäftigen.

Denn die wichtigsten Gestalter des tranSektoris Qualifizierungsprogramms sind die Teilnehmer selbst - so Dr. Renate Müller, Initiatorin und Gründerin von tranSektoris – Leadership in Healthcare. 


Dr. Renate Müller, Initiatorin und Gründerin von tranSektoris – Leadership in Healthcare  (Bild: © Martin Joppen)


Dr. Matthias Suermondt, Vice President Public Affairs and Access  (Bild: © Martin Joppen)

Tradition mit Fokus auf kollaborative Innovation
Sanofi, der französische Pharmakonzern, hat eine seiner Wurzeln in Höchst, einem der großen deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen, aus dem späten 19. Jahrhundert. Sehr passend dazu traf man sich im Bismarckzimmer in den alten Höchst-Räumen. Für die Versorgung der Zukunft ist es jedoch entscheidend - so Dr. Matthias Suermondt - weg zu kommen vom Denken in Pharmazeutischen Produkten wie das in der Vergangenheit üblich war. Um die Entwicklung von Versorgungslösungen für komplexe Therapiegebiete wie Diabetes oder Onkologie zu bewältigen sind partnerschaftliche Innovationen und damit andere Prozesse und Strukturen der Zusammenarbeit unabdingbar.




(Bild: © Martin Joppen)

„Quick wins“, Chancen und Risiken
Der Suchprozess für Kooperationsmodelle zwischen großen, kleinen, anderen Versorgungspartnern  und systemfremden Playern wie Google & Co hat begonnen. Doch der Weg ist für alle Beteiligten mühsam: Es fehlen Geschäftsmodelle, die die Innovationsallianzen mit ihren Ergebnissen und Erkenntnissen refinanzieren. Sicher ist allerdings, dass die alten Modelle langfristig nicht mehr tragen.  Dr. Matthias Suermondt ist überzeugt, dass ein paar „Quick wins“ notwendig sind, über die man positiv spricht. Es müssen besonders in Deutschland die Chancen der neuen Entwicklungen gesehen werden ohne die Risiken dabei aus dem Auge zu verlieren.


Prof. Dr. Jochen Maas, Geschäftsführer F&E Hub Deutschland  (Bild: © Martin Joppen)

Viel mehr Zusammenarbeit  ....
Prof. Dr. Jochen Maas ist Geschäftsführer F&E Hub Deutschland Sanofi-Aventis
Er stellte die Frage: Sind wir 2030 alle gesünder? Und was kommt aus der Forschung in den nächsten Jahren?



Die Art der Pharmaforschung hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die klassische Trennung zwischen Arzneimittel, Medizinprodukten, Diagnostik und Big Data wird in internationalen Innovationsplattformen aufgelöst. „Die besten Gehirne müssen intensiv zusammenarbeiten“, lautet die Forderung. Die bestehenden Mechanismen in den Versorgungsprozessen sind jedoch nicht dazu geeignet, die möglichen Versorgungsverbesserungen für Patienten und Bürger zu integrieren.
Eine weitere ungelöste Frage ist, wie das Solidarprinzip des deutschen Gesundheitssystems weiterzuentwickeln ist.

Mehr Therapiesicherheit durch DNA-Analyse


Dr. Anna Carina Eichhorn, Vorstand des Biotechnologieunternehmens Humatrix

Dr. Anna Carina Eichhorn ist Gründerin und Vorstand des Biotechnologieunternehmens Humatrix, Frankfurt. Es hat sich spezialisiert auf die Gewinnung und Auswertung von DNA.





Aus dem Blickwinkel eines „Newcomers“ und aus dem der leidenden Patienten sind die bestehenden „Systemlogiken“ nicht nachvollziehbar. Seit mehr als 20 Jahren ist bekannt, dass Medikamente bei einigen Patienten aufgrund ihrer genetischen Disposition nicht anschlagen können. Das gilt besonders für onkologische Präparate und Psychopharmaka / Antidepressiva. Trotz dieses Wissens und der erprobten bestehenden Verfahren werden Präparate immer noch empirisch im „Try & Error“-Prinzip verordnet. Wer als Patient darüber weiß, kann heute auf eigene Kosten eine solche Untersuchung mit den entsprechenden Fragestellungen bei unterschiedlichen Anbietern machen lassen.



Zweiter Tag
Führungen in Medical City Sanofi und in der Device Produktion



Der zweite Tag begann mit einer Fahrt über den Industriepark Höchst. Es ist so groß ist wie die Frankfurter Innenstadt einschließlich Sachsenhausen. Hier konnten sich die Teilnehmer anschauen, wie auf dem Gelände Forschung, Entwicklung, Produktion, Versand und weltweiter Vertrieb bei Sanofi verzahnt sind.


(Bild: © Martin Joppen)

In großen Teilen sind die Produktionsvorgänge in Medical City Sanofi Frankfurt digitalisiert.
Einer der Prozessschritte ist die sogenannte Pen Produktion für Insulin. Diesen schauten sich die Teilnehmer life an. Ein Insulin„Pen“ (englisch Stift) ist das Endprodukt mit unterschiedlichen Insulinformen, das Diabetiker bekommen. In dem Pen ist der entsprechende Wirkstoff Insulin portioniert verbunden mit dem „Medizinprodukt“, dem „Pen“ (Stift). Ein anschauliches Beispiel für die Aufhebung der Trennung von Arzneimittel und Medizinprodukt.  





Case Studies aus den Arbeitsgebieten der Teilnehmer
Die Teilnehmer können Fallbeispiele aus ihren Einrichtungen mitbringen, die in den kommenden Modulen gemeinsam gescreent, diskutiert und bearbeitet werden. Ausgewählt wurden Themen aus den Arbeitsfeldern: Ärztliche Versorgung in Pflegeheimen, Sektorenübergreifende Herausforderungen der Beratung von Augenpatienten und ein Modell der Strukturveränderungen für die Versorgung einer ländlichen Region. Die Ideen der Teilnehmer werden in die bestehenden Projekte zurückgebracht und es wird geprüft, ob konkrete Verbesserungen dadurch erreicht werden könnten.

[Bildergalerie: Modul 1]  [Programm 2018]


FÖRDERMITGLIEDER IM tranSektoris FORUM:

GASTGEBER 2018–2019:

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