
Die tranSektoris Impact Programm Gruppe traf sich bei der AOK Nordost in Berlin, um im zweiten Modul die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Gesundheitsversorgung zu diskutieren. Unter dem Leitthema „Ressourcenbewusst. Transparent. Verantwortlich.“ wurde deutlich, dass KI gezielt als Hebel für bessere Versorgung und effizientere Organisation eingesetzt werden soll. Im Zentrum stand die Frage, wie Mensch und Künstliche Intelligenz sinnvoll zusammenwirken können, mit klarem Fokus auf die Befähigung von Mitarbeitenden statt deren Ablösung. Begleitet wurde das Modul von Dr. Renate Müller und Adolf Blisse (Senior Data Strategist - Alexander Thamm GmbH, Kooperationspartner im diesjährigen Impact Programm), die mit ihrer Moderation Struktur gaben und gleichzeitig Raum für offenen Austausch und vertiefte Diskussionen schufen.
Strategischer Rückenwind: KI als Führungsaufgabe klar priorisiert und konsequent umgesetzt

li.: Manuel Waldmann | Bereichsleitung Unternehmensstrategie und Trends - AOK Nordost
re.: Daniela Teichert | Vorstandsvorsitzende - AOK Nordost
Manuel Waldmann zeigte in seinem Impuls, wie konsequent die AOK Nordost Künstliche Intelligenz als strategischen Hebel in der GKV versteht. Gemeinsam mit Daniela Teichert, die sich aktiv in die Diskussion einbrachte, wurde deutlich, dass der starke Rückhalt durch Vorstand und Führungsebene entscheidend für den Fortschritt ist. Alle KI-Use-Cases durchlaufen einen klar strukturierten Prozess aus Identifikation, Bewertung, Priorisierung und Umsetzung, gefolgt von einer systematischen Evaluation anhand definierter KPIs. Dieser stringente Ansatz stellt sicher, dass KI nicht als isoliertes IT-Thema, sondern als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie mit messbarem Mehrwert verankert wird.
KI-Readiness und Nachhaltigkeit: Organisation und Mensch im Fokus

li.: Hannes Kolbe | Joint Lead Of AI - AOK Nordost
re.: Adolf Blisse | Senior Data Strategist - Alexander Thamm GmbH – kurz [at]
Hannes Kolbe gab Einblicke in die Arbeit des AI Innovation Hub und machte deutlich, dass KI-Readiness weit über Technologie hinausgeht. Im Zentrum stehen der Aufbau von Kompetenzen, geeignete Strukturen sowie die Zusammenarbeit mit internen und externen Partnern, um die Organisation gezielt auf das KI-Zeitalter vorzubereiten. Gleichzeitig wurde die Rolle des Menschen im Kontext nachhaltiger KI-Implementierung intensiv diskutiert. Erfolgreiche KI-Einführung bedeutet, Mitarbeitende mitzunehmen, Transparenz zu schaffen und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Die Balance zwischen technologischer Effizienz und menschlicher Expertise bleibt damit ein zentraler Erfolgsfaktor.
Reflexion und Austausch: Perspektiven der Teilnehmenden

Johanna Wegenaer | Junior Manager Government Affairs & Health Policy - GSK

Tanja Kreiser | Fachreferentin Referat Versorgungsinnovationen - Kassenärztliche Vereinigung Bayerns
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der gemeinsamen Reflexion und des Austauschs innerhalb der Gruppe. Im Format „Zusammengefasst & Vorgestellt“ wurden die Eindrücke des ersten Tages strukturiert aufgearbeitet und diskutiert. Ergänzend gaben Johanna Wegenaer, Junior Manager Government Affairs & Health Policy bei GSK und Tanja Kreiser, Fachreferentin im Referat Versorgungsinnovationen von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, Einblicke in ihre jeweiligen Aufgabenfelder.
Gemeinsam Lösungen entwickeln: Die Case Study

3. v. li.: Stefan Krauß | Bereich Hilfsmittel, FB Strategie und Verträge Hilfsmittel - AOK Bayern
Ein Highlight des Moduls war die gemeinsame Bearbeitung einer Case Study unter der Leitung von Stefan Krauß der AOK Bayern. Im Fokus stand das Entlassmanagement aus dem Krankenhaus mit zielgerichteter Hilfsmittelversorgung am Beispiel von Querschnittslähmung. Die Teilnehmenden entwickelten gemeinsam Ansätze, wie Prozesse effizienter und patientenzentrierter gestaltet werden können. Dabei wurde auch diskutiert, welche Rolle KI in solchen Versorgungspfaden spielen kann. Die Arbeit an realen Fragestellungen schafft einen direkten Transfer in die Praxis.
Ausblick: KI als Schlüssel zur Transformation

Das Modul bei der AOK Nordost hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der Kombination aus strategischer Klarheit, operativer Umsetzung und menschlicher Befähigung liegt. KI ist kein kurzfristiger Trend, sondern ein zentraler Bestandteil der Transformation des Gesundheitswesens. Entscheidend wird sein, wie es gelingt, Technologie verantwortungsvoll und nachhaltig einzusetzen. Mit Blick auf die kommenden Module, unter anderem bei Microsoft, wird deutlich: Die Reise hat gerade erst begonnen.

















