
Am 07. und 08. Mai 2026 fand das dritte Modul des Impact Programms 2026 in Berlin statt. Gastgeber des Moduls war Microsoft Deutschland. Moderiert wurde das Modul von Dr. Renate Müller, Gründerin & Geschäftsführende Gesellschafterin bei tranSektoris, gemeinsam mit Adolf Blisse, Team Lead & Principal Data & AI Strategist bei Alexander Thamm [at].
Einblick in Politik und Gesundheit im Bundestag

Zum Auftakt des Moduls besuchte die Gruppe den Deutschen Bundestag. Organisiert wurde der Besuch vom Teilnehmer Frederik Haas, Government Affairs bei Siemens Healthineers Deutschland. Im Rahmen einer Fragerunde mit Désirée Albert, Referentin der Bundestagsabgeordneten Maria-Lena Weiss (CDU), erhielten die Teilnehmenden Einblicke in gesundheitspolitische Fragestellungen und aktuelle Entwicklungen aus dem politischen Umfeld. Der Austausch machte deutlich, wie relevant politische Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung digitaler und KI-gestützter Versorgung sind.
Willkommen bei Microsoft Deutschland

li: Daniel Kompe | Account Technology Strategist - Microsoft Deutschland
mi: Beate Jonas | Marketingexpertin für digitale Lösungen im Gesundheitswesen - Microsoft
re: Adolf Blisse | Team Lead & Principal Data & AI Strategist - Alexander Thamm [at]
Im Anschluss ging es weiter zu Microsoft in Berlin. Nach der Begrüßung durch Beate Jonas, die die Durchführung des Moduls maßgeblich geplant hat und Daniel Kompe von Microsoft bot das gemeinsame Mittagessen Gelegenheit, erste Eindrücke auszutauschen und die Teilnehmenden auf die inhaltlichen Diskussionen des Moduls einzustimmen. Wie in jedem Impact Programm zeigte sich bereits hier der besondere Mehrwert der unterschiedlichen beruflichen Hintergründe und Perspektiven innerhalb der Gruppe.
Plattformen, Agenten und neue Möglichkeiten durch KI

Den ersten fachlichen Impuls gab Daniel Kompe, Account Technology Strategist bei Microsoft Deutschland. Unter dem Titel „Plattform. Bausteine. Agenten. – Die Microsoft KI-Architektur oder: Hilfe zur Selbsthilfe im Zeitalter Künstlicher Intelligenz“ stellte er aktuelle Entwicklungen rund um KI-Plattformen, Agentensysteme und neue technologische Möglichkeiten vor. Besonders diskutiert wurde, wie KI künftig Prozesse unterstützen, Informationen strukturieren und Mitarbeitende im Gesundheitswesen entlasten kann. Für viele Teilnehmende wurde sichtbar, wie groß die Potenziale bereits heute sind und wie viele Anwendungen bislang noch kaum genutzt werden.
Well-Being im leistungsorientierten Krankenhausalltag

2. v. re: Olivia Rößner, Therapieleitung der Schön Klinik Vogtareuth
Am Nachmittag arbeitete die Gruppe gemeinsam an einer praxisnahen Case Study von Olivia Rößner, Therapieleitung der Schön Klinik Vogtareuth. Im Mittelpunkt stand der leistungsorientierte Krankenhausalltag im Kontext des Well-Being von Mitarbeitenden und Führungskräften. Die Teilnehmenden diskutierten sektorenübergreifend über Belastungen im Klinikalltag, Veränderungsprozesse und die Frage, welche Rolle digitale Lösungen und KI künftig spielen können, um Arbeitsbedingungen und Versorgung gleichzeitig zu verbessern.
Regionaltreffen Berlin: Austausch über Sektorengrenzen hinweg

Am Abend fand das Regionaltreffen Berlin statt. Neben den Teilnehmenden des Moduls waren auch Gäste und Personen mit Netzwerkzugang tranSektoris CONNECT eingeladen. In entspannter Atmosphäre entstanden intensive Gespräche über Digitalisierung, Versorgung und aktuelle Entwicklungen im Gesundheitswesen. Mit dabei waren unter anderem Maarten van den Broek von #Gesundheit, Marco Büchel von der DAK-Gesundheit, Ekin Deligöz vom zNT, Tino Jacob und Marco Nagel vom Sana Medizintechnischen Servicezentrum GmbH sowie Udo Schauder vom ImPuls. Think Tank Herz-Kreislauf e.V.
Vom Gespräch zum strukturierten Befund

re: Markus Vogel | Chief Medical Information Officer & Director Business Strategy DACH - Microsoft Deutschland
Der zweite Programmtag begann mit dem Vortrag von Markus Vogel, Chief Medical Information Officer and Director Business Strategy DACH bei Microsoft Deutschland. Unter dem Titel „Dragon Co-Pilot: Behandelnde – Patienten – KI: Ein Rollenspiel“ zeigte er auf, wie KI-gestützte Sprachverarbeitung den Weg vom Gespräch zum strukturierten Befund unterstützen kann. Diskutiert wurde unter anderem, wie sich Dokumentationsaufwände reduzieren lassen und welche Veränderungen dies für den klinischen Alltag bedeuten könnte. Gleichzeitig reflektierte die Gruppe kritisch die Rolle großer Technologieanbieter und die Frage, wie vertrauenswürdige KI-Lösungen in der Versorgung aussehen können.
Zusammengefasst & Vorgestellt

Ein zentraler Bestandteil des Moduls war erneut die Einheit „Zusammengefasst & Vorgestellt“. Gemeinsam reflektierten die Teilnehmenden die Eindrücke der beiden Tage und diskutierten Potenziale, offene Fragen und Herausforderungen rund um Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen. Besonders hervorgehoben wurden die neuen Möglichkeiten durch agentische Systeme, die praktische Umsetzbarkeit vieler Lösungen sowie die Erkenntnis, dass Datenschutz und Regulatorik teilweise weniger hemmend wahrgenommen wurden als ursprünglich erwartet. Gleichzeitig blieb die Frage offen, wie konkrete Implementierungen im Klinikalltag schneller gelingen können und wie die Vielzahl an Anwendungen tatsächlich in die Versorgung gebracht werden kann.
Einblicke in die Arbeitsgebiete der Teilnehmenden
Auch die Vorstellung der eigenen Aufgabenfelder durch Teilnehmende war wieder wichtiger Bestandteil des Programms. Susanne Goldbach, Patientenvertreterin und Patient Expert EU HT, gab Einblicke in ihre Arbeit und die Bedeutung der Patientenperspektive bei technologischen Entwicklungen. Olivia Rößner stellte ergänzend ihre Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis und aus Führungsverantwortung innerhalb der Schön Klinik Gruppe vor. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven entstand erneut ein vertiefter Austausch über Versorgung, Verantwortung und Veränderungsprozesse im Gesundheitswesen.
KI-Einführung zwischen Vision und Realität

Im abschließenden Austausch diskutierte die Gruppe unterschiedliche Phasen der KI-Einführung in den jeweiligen Organisationen. Themen waren unter anderem Change Management, Schulung, interne Akzeptanz, Meilensteine und die Frage, wie neue Technologien nachhaltig implementiert werden können. Gleichzeitig wurde reflektiert, wie Organisationen mit der Dynamik technologischer Entwicklungen umgehen und wie wichtig Eigeninitiative und kontinuierliches Lernen geworden sind. Auch Nachhaltigkeitsfragen rund um Energiebedarf, Infrastruktur und Rechenzentren wurden angesprochen.
Baldiges Wiedersehen beim Abschlussmodul in München

Zum Abschluss gab es den Ausblick auf das nächste Modul des Impact Programms 2026. Am 11. und 12. Juni 2026 trifft sich die Gruppe bei der Alexander Thamm GmbH in München zum Thema „AI Act in Action – Was bedeutet der AI Act in der Anwendung?“. Mit Patrick Zimmermann, Team Lead & Principal Data and AI Project Lead bei Alexander Thamm [at], sowie Alexandra Schmid, AI Portfolio Specialist Data & AI der Thieme Group, wird der Fokus dann auf regulatorischen Anforderungen und der praktischen Umsetzung des AI Acts liegen.

















