Die beste HealthTech-Idee verhungert am ausgestreckten Arm, wenn sie die Spielregeln unseres Gesundheitssystems nicht kennt.

 

In der aktuellen Folge des Rocketing Healthcare Podcasts spricht Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin von tranSektoris Dr. Renate Müller mit Peter-Georg Lutsch und Matthias Schwarz über ein zentrales Problem: Warum scheitern hochmotivierte Start-ups mit großartigen Technologien an den gewachsenen Strukturen unseres Gesundheitswesens?

 

 

 

Oft prallt die Leidenschaft der Gründer ungebremst gegen die „Betonwand“ unseres Bismarckschen Systems. Die harte Wahrheit ist: Veränderungswille allein reicht nicht aus, es braucht zwingend Anschlussfähigkeit. Man muss ein tiefes Verständnis dafür entwickeln, wie Krankenkassen, Leistungserbringer, Industrie und Regulatorik tatsächlich ticken. Nur wer die Nöte und Handlungslogiken der anderen Akteure versteht, findet den Punkt, an dem die eigene Innovation wirklich im System andocken kann.

 

Im Podcast-Gespräch kamen sie auf ein Wort zu sprechen, auf das Dr. Müller mittlerweile fast allergisch reagiere: „Netzwerken“. Eine lange Kontaktliste auf LinkedIn verändert noch keine Versorgung. Was wir brauchen, ist belastbares Vertrauen. Ein Vertrauen, das aushält, dass man nicht immer einer Meinung ist. Statt sofort das große System verändern zu wollen, müssen wir an konkreten, isolierten Anwendungsfällen ansetzen. Echte Co-Kreation bedeutet, trotz aller Unterschiede ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Gesundheitsversorgung ist Teamplay. Niemand löst die komplexen Herausforderungen alleine.

 

Genau hier setzt unser tranSektoris - Leadership in Healthcare Impact Programm an. Wir schaffen einen geschützten Raum für sektorübergreifendes Lernen und bringen Menschen aus allen Bereichen in kleinen Gruppen zusammen. Nicht für Frontalvorträge, sondern um als Mitgestalter an echten Lösungen zu arbeiten.

 

Da Start-ups ein essenzieller Teil dieses Ökosystems sind, vergeben wir personengebundene tranSektoris-Stipendien. Unser nächstes Impact Programm startet am 29. Oktober zum Thema: „Digital vor ambulant vor stationär“. Wer direkt mehr dazu erfahren möchte: Ab ca. Minute 30 wird im Podcast ausführlich über das Stipendium gesprochen.

 

Ein großes Dankeschön an Peter-Georg Lutsch und Matthias Schwarz für den tiefgehenden Austausch!