Offen für Mitglieder des tranSektoris FORUMs und Gäste
19.30 – ca. 21.00 Uhr | Max. 30 Teilnehmer*innen
Neuer Rezeptor für das Krankenhaus: die Tandem-Versorgung
Sonja Laag, BARMER Wuppertal
Leiterin von Versorgungsprogrammen
(Regionale Netzwerke, Geriatrie & Pflege, Entbürokratisierung, Integrierte Versorgung, Innovationsfonds)
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Zur Referentin
Sonja Laag ist Diplom-Gesundheitswirtin und engagiert sich seit vielen Jahren leidenschaftlich für neue Wege in der Gesundheitsversorgung, über die sie vielfältig publiziert. Als Leiterin von Versorgungsprogrammen bei der BARMER ist ihr der Blick aus der Praxis genauso wichtig wie der übergreifende Systemblick im Spannungsfeld zwischen Einnahmen und Ausgaben. Ihre arbeitspraktischen Schwerpunkte sind regionale Gesundheitsnetzwerke sowie Strukturen der geriatrischen und pflegerischen Versorgung.
Großprojekte
Neben der Umsetzung einer Vielzahl klassisch-indikationsbezogener Integrationsverträge, ist sie als Konsortialführerin mit komplexen Großprojekten im Innovationsfonds vertreten wie dem Care- und Case Management geriatrischer Patient:innen (RubiN / Gewinner MSD-Netzwerkpreis 2021 / „Ein RubiN auf Rezept“), der Arzneimitteltherapiesicherheit digital (AdAM) und SaarPHIR (Saarländische Pflegeheimversorgung Integriert Regelhaft).
Neue Versorgungsarchitekturen
Für die Entwicklung einer neuen Versorgungsarchitektur in Pflegeeinrichtungen hat sie eine Transfergruppe aus allen Innovationsfondsprojekten gegründet („Transfergruppe Pflegeheimversorgung – Koordinaten zu einer neuen Versorgungsform verbinden“). In ihrem „Sandbox-Konzept“ beschreibt sie die ambulante Basisversorgung der Zukunft als regional „beplante“ Tandem-Versorgung. Hausärztliche und pflegerische Strukturen werden hier zu einer stabilen, populationsbezogenen Organisationsstruktur mit angedockten Chronikermodulen vereint („Vom Kassenarztsitz zur interprofessionellen Bürgerversorgung – für ein Modernisierungsjahrzehnt“).
Mehr als nur Projekte - Reformmaßnahmen kurz-, mittel- und langfristig
Sonja Laag vergleicht die Reformanstrengungen der letzten 20 Jahre zur integrierten Versorgung als „Umweltspur des Gesundheitssystems“. Eine bezahlbare und hochwertige Versorgung braucht ihrer Meinung mehr als Projekte. Die Integrierte Versorgung sollte ein zeitlich fest verankertes politisches Ziel sein, an dem sich tiefgreifende strukturelle Reformmaßnahmen kurz-, mittel- und langfristig gezielt ausrichten können.

















